Willst du die Quelle finden, musst du hinaufsteigen, immer weiter, gegen den Strom.
Aus: Johannes Paul II. Römisches Triptychon. Meditationen. Herder Verlag, Freiburg 2003.
Das Lebensmotto von Klaus Brähmig entstammt einem Gedicht von Papst Johannes Paul II. Als Christ bezieht Klaus Brähmig die Zeile des Gedichts aber nicht nur auf die Suche nach Gott, sondern er sieht in diesem Satz die Aufforderung für den Aufbau einer gerechten Gesellschaft, die auf den christlichen Werten der Menschlichkeit, der Achtung der Menschenwürde und der Solidarität begründet ist. Das vollständige Gedicht lautet:
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| Johannes Paul II. * 18. Mai 1920, † 2. April 2005 | |
Die Quelle
Die Waldbucht senkt sich herab
im Rhythmus sprudelnder Bergbäche . . .
Willst du die Quelle finden,
musst du hinaufsteigen,
immer weiter, gegen den Strom.
Bahne dir den Weg, suche,
gib nicht auf,
du weißt ja, hier muss sie sein,
irgendwo hier
Quelle, wo bist du? . . .
Wo bist du, Quelle?
Stille . . .
Bach im Walde, Wildbach du,
enthülle mir das Geheimnis
deines Anfangs!
(Stille Warum schweigst du?
Wie sorgsam hast du es verborgen,
das Geheimnis deines Anfangs.)
Lass mich die Lippen benetzen
mit Wasser aus der Quelle,
die Frische spüren,
die Leben spendende Frische.
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